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Der SPD-Kreisverband Ludwigslust lobt anlässlich des 60. Todestages von Bernhard Pfaffenzeller den

Landrat-Bernhard-Pfaffenzeller-Demokratiepreis

aus.
Die Auslobung des Landrat-Bernhard-Pfaffenzeller-Demokratiepreises richtet sich an nicht-professionelle Heimatforscher/Historiker und insbesondere an Schüler und Schülergruppen. Mit dem Landrat-Bernhard-Pfaffenzeller-Demokratiepreis sollen Arbeiten und Forschungen ausgezeichnet werden, die sich mit der regionalen Bürgerrechts- und Demokratiebewegung und dem Leben, der politischen Arbeit und dem Schicksal von Demokraten in der Zeit von 1945 bis zum Ende der ehemaligen DDR befassen. Es muss hierbei ein räumlicher Bezug zum Gebiet des jetzigen Landkreis Ludwigslust gegeben sein. Die Vergabejury wird vom SPD-Kreisvorstand berufen und soll maximal aus fünf Personen bestehen, hierunter ein Historiker, ein Politiker der Bundes- oder Landesebene und ein Kreispolitiker.
Der

Landrat-Bernhard-Pfaffenzeller-Demokratiepreis 2010

wird ausgelobt für Arbeiten, die sich mit dem Leben, Wirken und Schicksal von Landrat Bernhard Pfaffenzeller beschäftigen. Die Arbeiten sind in schriftlicher und digitaler Form einzureichen beim SPD-Kreisvorstand Ludwigslust, Alexandrinenplatz 7, 19288 Ludwigslust. Die Einreichungsfrist für den Landrat-Pfaffenzeller-Demokratiepreis 2010 endet am 31.12.2010.
Der Landrat-Pfaffenzeller-Demokratiepreis 2010 wird mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro dotiert. Der Preis kann auf zwei Arbeiten aufgeteilt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Zur Person Pfaffenzellers:

Bernhard Pfaffenzeller wurde am 18.10.1883 in Augsburg geboren. In der Zeit vom 1. Juli 1945 bis zum 13. November 1945 war der Sozialdemokrat Landrat im Kreis Hagenow. Bei der Landtagswahl am 20. Oktober 1946 wurde Pfaffenzeller in den 1. Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Aufgrund seines anhaltenden Widerstandes gegen die Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED wurde ihm das Mandat aberkannt, so dass er am 3. Oktober 1949 aus dem Landtag ausscheiden musste.
Danach wurde Bernhard Pfaffenzeller wegen seiner demokratischen Gesinnung durch die russische Besatzungsmacht verhaftet und deportiert. Im Juni 1950 ist Bernhard Pfaffenzeller im Lager Solikamsk im Nordural umgekommen.